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Übermässiges Internet-Surfen verändert das Gehirn

Übermässiges Internet-Surfen verändert das Gehirn

Brain-ForensicDas US-Informationsportal ‚Forensic Psychology‘ beschäftigt sich gewöhnlich damit, was in den Gehirnen von Verbrechern vor sich geht. Im Vergleich mit den Gehirnen ’normaler‘ Personen haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich die Gehirnstrukturen der Menschen verändern. Sie führen das auf übermäßigen Computerkonsum  zurück. Vor allem das fortwährende Multitasking und die nicht-lineare Struktur des Internets hinterlassen mittlerweile deutliche Spuren im Gehirn. Die Wissenschaftler haben dazu einige  interessante Zahlen und Fakten zusammengestellt. Auch wenn diese Zahlen aus Amerika stammen, ist zu vermuten, dass es in Europa nicht viel anders aussieht. Übrigens ist ebenso bemerkenswert wie witzig, dass die Wissenschafter des forensischen Instituts ihren Bericht in Form eines animierten Comics dargestellt haben. 

Demnach verbringt die Menschheit monatlich rund 35 Mrd. Stunden im Netz. Unsere Denkorgane haben dabei täglich drei Mal so viel Informationen zu verarbeiten, wie in den 1960er-Jahren. Über 95 Prozent der amerikanischen User haben mehrere Tabs gleichzeitig in ihrem Browser geöffnet und jeder einzelne klickt bei der Arbeit im Durchschnitt alle zwei Minuten zwischen den verschiedenen Anwendungen, Fenstern und Programmen hin und her. Die Erfahrung der DFME-Mitarbeiter mit Gestressten zeigt auch in Deutschland ein vergleichbares Verhalten. Multitasking verursacht jedoch erwiesenermaßen Stress und es reduziert die Leistungsfähigkeit des Nervensystems.

Auch die Fähigkeit, Informationen zu speichern, leidet durch den Internetmissbrauch. Wenn wir uns im Internet bewegen, folgen wir dabei nicht konsequent einem Gedanken, sondern bewegen uns eher ‚assoziativ‘. Das führt dazu, dass wir uns eher die Wege zu dem gesuchten Wissen merken, als uns das Wissen selbst einzuprägen. Ob das einen Zuwachs an Intelligenz bedeutet, mag fraglich sein.

Unser Hirn reagiert auf Einflüsse, denen es dauerhaft ausgesetzt ist: Durch die einseitigen Anforderungen beim Gebrauch des Internt, reduziert sich bei überdurchschnittlich häufiger Nutzung die weiße Substanz in den Gehirnarealen für Erinnerung, Sprache, Emotion und Sinneseindrücke um bis zu 20 Prozent.

Die Reaktion auf diese Tatsachen sollte nicht darin bestehen, die Internet- und Computernutzung grundsätzlich zu verteufeln. Aber wir sollten uns schon Gedanken darüber machen, was ein Übermaß dieser Nutzung für unsere Gehirne – und vor allem für die Gehirne unserer Kinder bedeutet. Und wir sollten darüber nachdenken, welche Auswirkungen einseitig ausgerichtete Denkorgane und  ein völlig ‚zerfasertes, flackerndes‘ Bewusstsein für unser Leben heute und in Zukunft haben.

Die Seminare, Kurse und Fachfortbildungen des DFME dienen der Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichts. Meditation und Achtsamkeitspraxis wirken ausgleichend auf das Gehirn. Sie stärken neben der geschwindigkeitsstarken assoziativen Verarbeitung von Daten, Zahlen und Fakten die Bereiche des Gehirns, in denen unsere Fähigkeiten zu klarem Denken, innerer Gelassenheit, Dankbarkeit und Mitgefühl angesiedelt sind. Denn Freude, Glück und Erfüllung sind nur in einer harmonischen Ausgewogenheit der verschiedenen auf unser Gehirn einwirkenden Beanspruchungen zu finden.

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