Die medizinische Wirksamkeit von Achtsamkeitstraining

Die medizinische Wirksamkeit von Achtsamkeit wurde vor allem im Zusammenhang mit dem von Jon Kabat-Zinn entwickelten MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction = Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung) umfassend wissenschaftlich erforscht. Die erste Studie über die Wirkungen der Achtsamkeitsmeditation erschien 1982 in der amerikanischen Zeitschrift General Hospital Psychiatry.

Wirkungen von AchtsamkeitAnfangs konnten wir die Forschungsarbeiten noch auflisten, aber mittlerweile sind es so viele, dass es nicht mehr möglich ist, sie auf unserer Internetpräsenz in einem Überblick darzustellen. Seit einigen Jahren gibt es jedoch den Mindfulness Research Guide, herausgegeben von David Black. Auf dessen Internetpräsenz finden Praktizierende, MBSR-Lehrer und Wissenschaftler die weltweit aktuellsten wissenschaftlichen Arbeiten.

Einen sehr guten Überblick über Forschungsergebnisse gibt auch die Internetpräsenz Achtsam lebenvon Dr. Michael Harrer.

Neurowissenschaft ermöglicht wissenschaftliche Überprüfung

Wirkungen von AchtsamkeitEs sind vor allem die bildgebenden Verfahren (MRT), die es Neurowissenschaftlern ermöglichen, die Wirkungen von Meditation und Achtsamkeit nachzuweisen und immer besser verstehen zu können. Aktuelle Forschungsergebnisse an der Schnittstelle von Medizin, Wissenschaft und Bewusstsein werden dem Fachpublikum auf Kongressen wie Meditation und Wissenschaft vorgestellt.

In dem folgenden Video des Fernseh-Senders 3sat berichten die Wissenschaftler Dr. Ulrich Ott und Dr. Manfred Spitzer davon, wie Meditation unser Gehirn verändert. (4:33)

Erwiesene positive Effekte von Achtsamkeitsmeditation

Bei folgenden Krankheitsbildern wurden positive Auswirkungen von Achtsamkeitspraktiken nachgewiesen (die Auflistung ist nur ein Auszug von weit mehr bewiesenen Effekten in Krankheitsfällen):

  • Stress und Burnout
  • Depressionen (insbesondere Rückfallprophylaxe)
  • Emotionsregulation
  • Psychische Störungen und Erkrankungen
    (z.B. Angststörungen, Ess-Störungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, Schizophrenie, Trauma)
  • Schmerz
  • Hauterkrankungen
  • Krebs
  • HIV
  • Geburtshilfe
  • Sucht 

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