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Achtsamkeit und Wissenschaft

Wissenschaftler bestreiten die Wirkung von Achtsamkeit

Immer mehr Wissenschaftler und Medien scheinen sich derzeit geradezu berufen zu fühlen, die Achtsamkeitspraxis ad absurdum zu führen. Gut so. Denn sobald sich dieser Sturm im Wasserglas wieder gelegt hat, wird eine klare Sicht zurückbleiben.

Die Spreu wird sich vom Weizen getrennt haben – aber der Achtsamkeitspraxis wird das keinen Schaden zugefügt haben. Warum nicht!? Weil sie wirkt – und das völlig unbeeindruckt davon, dass einige Forscher behaupten, sie täte es nicht.

So berichtete das Online-Magazin spektrum.de jüngst über Forschungsergebnisse, die die Wirkungslosigkeit von Achtsamkeits-Trainings bei Jugendlichen belegen sollen:
http://www.spektrum.de/news/kein-bock-auf-achtsamkeit/1529517

Starke Kräfte suchen immer einen Ausgleich

Es ist ein Naturgesetz, dass Gegensätze immer den Ausgleich suchen. Bei der Achtsamkeit ist das nicht anders. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Jon (Kabat-Zinn) während meiner Ausbildung am Center for Mindfulness. Jon ist eher ein Freund der leisen Töne. Sinngemäß sagte er, dass es besser wäre, die Achtsamkeitsbewegung eine stille Revolution sein zu lassen, weil jede große Bewegung in einer Gesellschaft immer auch eine Gegenbewegung hervorruft. Wir erinnerten uns an den Begriff der „Graswurzel-Revolution“, einen Begriff aus den „68ern“, und mochten die Vorstellung der Verbreitung einer Achtsamkeits-Kultur auf diesem Wege. Aber „die Dinge“ haben ihre eigene Intelligenz und so hat es auch der Achtsamkeitspraxis gefallen, ihren eigenen Weg zu finden. Ganz leise ist der nicht.

Wenn der Achtsamkeits-Hype sich legt

Wenn der Hype sich legt, wird den Gegnern der Achtsamkeits-Bewegung die Lust vergehen, denn dann bekommen sie nicht mehr genug öffentliche Aufmerksamkeit.

Zurückbleiben wird, was wahr ist und was der Buddha vor zweieinhalbtausend Jahren entdeckte: der Weg. Und diejenigen, die ihn auf authentische Weise vermitteln.

Diejenigen hingegen, die nie ernsthaft und systematisch Achtsamkeit praktiziert haben, die versucht haben, sich dieses Phänomen über den Intellekt zu erschließen und in der Achtsamkeitspraxis nicht mehr sahen als ein heißes Eisen, an dem sie sich eine Zeit lang wärmen konnten, werden sie wieder fallen lassen.

Zurückbleiben wird die Achtsamkeitspraxis, die vor uns liegt, wie ein stiller Bergsee, dessen Wasser eine Zeit lang von Badenden aufgewühlt wurde. Das Sediment wird sich setzen und in der stillen Oberfläche des klaren Wassers werden sich nachts wieder die Sterne spiegeln.

© Doris Kirch


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